Wie geht's der Branche? Wasser- und Abwassertechnik-Exporte auf Rekordniveau
- Connectima

- 13. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Die aktuellen Exportzahlen des VDMA für die deutsche Wasser- und Abwassertechnik zeigen ein klares Signal und das mitten in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld.
Die Zahlen im Überblick

Die Exporte deutscher Hersteller von Wasser- und Abwassertechnik sind 2025 um 5,6 Prozent auf 1.368 Millionen Euro gestiegen. Das ist ein neues Rekordniveau und eine Entwicklung, die umso bemerkenswerter ist, wenn man sie in den Kontext einordnet: Der gesamte deutsche Maschinenbau verzeichnete im selben Zeitraum ein Minus von 1,8 Prozent, die gesamte deutsche Wirtschaft wuchs lediglich um 1,0 Prozent.
Die Wasser- und Abwassertechnik läuft also deutlich besser als viele andere Teile des Maschinenbaus.
Wasser- und Abwassertechnik-Exporte - Wo wächst der Markt und wo nicht?
Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild, das es lohnt, genauer anzuschauen.
Europa bleibt der stabile Kern. Die EU-Exporte wuchsen um 8,2 Prozent auf 694 Millionen Euro. Europa ist und bleibt die wichtigste Absatzregion und zeigt sich trotz geopolitischer Unsicherheiten als verlässlicher Markt. Frankreich führt mittlerweile die Top-5-Exportmärkte an, gefolgt von den USA, den Niederlanden, Polen und Italien. Polen verzeichnete dabei den stärksten prozentualen Zuwachs unter den Top-10-Märkten mit plus 29,5 Prozent.

Wachstumsmärkte mit Dynamik Die auffälligsten Bewegungen gab es in den vergleichsweise kleineren Absatzregionen: Südostasien wuchs um 53,0 Prozent, Nordafrika um 45,3 Prozent, der Nahe und Mittlere Osten um 29,6 Prozent. Das zeigt, wo der Bedarf an verlässlicher Wasserinfrastruktur und Aufbereitungstechnologie besonders hoch ist und wo deutsche Technologieexpertise gefragt ist.
USA und China — zwei unterschiedliche Rückgänge Der US-Markt brach um 19,8 Prozent ein. Der VDMA führt das auf das schwierige Marktumfeld zurück; ein Trend, den viele Unternehmen aus eigener Erfahrung kennen. China ist unterdessen nicht mehr unter den Top 10 der Exportmärkte. 2020 war China noch der wichtigste Einzelmarkt überhaupt. Ein deutlicher Strukturwandel in der Exportlandschaft.
Was bedeutet das für die Branche?
Aus unserer Sicht spiegeln diese Zahlen etwas wider, das wir auch in Gesprächen mit Unternehmen aus der Branche immer wieder wahrnehmen: Die langfristigen Treiber: sauberes Wasser, Ressourceneffizienz, funktionierende Infrastrukturen bleiben stabil. Der Bedarf besteht, die Technologie ist gefragt, und deutsche Hersteller sind international wettbewerbsfähig.
Gleichzeitig verschieben sich die Märkte. Wer bisher stark auf Nordamerika oder China ausgerichtet war, steht vor der Frage, wie sich die eigene Vertriebsstrategie anpassen muss. Das hat auch personelle Konsequenzen: Andere Märkte bedeuten andere Sprachen, andere Kulturen, andere Vertriebswege und entsprechend andere Anforderungen an die Menschen, die diese Märkte bearbeiten.
Zum Abschluss
Die Schlagzeile Wasser- und Abwassertechnik-Exporte auf Rekordniveau ist ein Lichtblick. Die Märkte verschieben sich, die Anforderungen ändern sich und der Bedarf an spezialisierten Fach- und Führungskräften bleibt hoch. Wer die richtigen Menschen an den richtigen Stellen hat, ist gut positioniert für das, was kommt. Bei Fragen zur Marktentwicklung oder zu offenen Positionen in der Wasseraufbereitung, Wasser- und Abwassertechnik sprechen wir gerne direkt mit Ihnen.
Quelle: VDMA Pressemitteilung, 20.03.2026 — Exporte Wasser- und Abwassertechnik 2025
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