Warum spezialisierte Personalberatung (und damit unsere Spezialisierung in Filtration & Verfahrenstechnik) entscheidend ist
- Connectima

- 27. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Zwischen Kontaktflut und echter Beratung
Viele Unternehmen schildern uns ähnliche Erfahrungen: täglich neue Anrufe von Personalberatungen, generische E-Mails, ungefragte Kandidat:innenprofile und sogar Kalendereinträge, bei denen auf den ersten Blick deutlich wird, dass weder die Position noch das fachliche Umfeld wirklich verstanden wurden.
Recruiting ist in den vergangenen Jahren deutlich lauter geworden – an Qualität hat dieser Zuwachs jedoch nicht automatisch gewonnen. Gerade bei hochspezialisierten Rollen wird sichtbar, wo standardisierte und generalistische Ansätze an ihre Grenzen stoßen.

Ein Aspekt, der dabei zunehmend kritisch zu betrachten ist, betrifft den Umgang mit Kandidat:innen und deren Daten. In der Praxis erleben wir immer wieder, dass Profile und Lebensläufe im Markt zirkulieren, ohne dass zuvor ein persönliches Gespräch stattgefunden hat oder eine bewusste Zustimmung eingeholt wurde. Kandidat:innen wissen in solchen Fällen häufig nicht, wo ihre Unterlagen landen – oder in welchem Kontext sie weitergegeben werden.
Diese Vorgehensweise ist nicht nur aus datenschutzrechtlicher Sicht bedenklich, sondern schadet auch dem Verständnis von Recruiting insgesamt. Lebensläufe werden zu austauschbaren Dateien, Kandidat:innen zu Profilen, Unternehmen zu reinen Empfängern von Volumen. Das Ergebnis: genervte Ansprechpartner:innen auf Unternehmensseite, Vertrauensverlust bei Kandidat:innen und eine wachsende Skepsis gegenüber externer Personalberatung.
Gerade hier zeigt sich, warum Branchenkenntnis und persönliche Arbeit als spezialisierte Personalberatung entscheidend sind. Wer sich ernsthaft mit Rollen, Märkten und Menschen beschäftigt, spricht zuerst mit den Kandidat:innen, ordnet Profile ein und handelt transparent. Qualität entsteht nicht durch Reichweite, sondern durch Verantwortung im Prozess.
Wenn Generalisten an Spezialisierung scheitern
In komplexen technischen Rollen reicht es nicht aus, Schlagworte im Lebenslauf zu erkennen oder Titel miteinander abzugleichen. Verfahrenstechnik und Filtration sind allein keine homogenen Berufsbilder, sondern hochdifferenzierte Fachgebiete mit unterschiedlichen Technologien, Anwendungsfeldern und Marktlogiken.
Wer diese Unterschiede nicht kennt, läuft Gefahr:
Profile falsch einzuordnen
Anforderungen zu vereinfachen
Kandidat:innen vorzuschlagen, die auf dem Papier passen, in der Praxis aber nicht

Warum Lebensläufe hier anders gelesen werden müssen
Lebensläufe in der Verfahrenstechnik und Filtration lassen sich nicht allein über Titel oder Schlagworte bewerten. Projektinhalte, technische Zusammenhänge, Persönlichkeit und das jeweilige Umfeld sind entscheidender als die reine Bezeichnung einer Position. Relevante Kriterien sind dabei unter anderem:
die persönliche Passung
das konkrete Produkt- und Technologieumfeld der bisherigen Tätigkeit
die adressierten Anwenderbranchen und Zielmärkte
bestehende Kunden-, Lieferanten- oder Partnerbeziehungen
mögliche fachliche, organisatorische oder marktseitige Abhängigkeiten bei einem Wechsel
Diese Einordnung setzt detaillierte Marktkenntnis voraus und lässt sich nicht allein über Lebenslaufdaten oder Schlagworte abbilden.
Qualität vor Reichweite
Unser Ansatz ist bewusst kein skalierter. Wir distanzieren uns klar von volumengetriebenen Modellen und dem Gedanken, mit möglichst hoher Schlagzahl im Markt präsent zu sein.
Stattdessen setzen wir auf:
gezielte Suche statt breiter Streuung
persönliche Gespräche statt automatisierter Vorauswahl
ehrliche Einschätzung
Nicht jede Anfrage ist sofort passend. Nicht jedes Profil wird weitergeleitet. Und keine Zusammenarbeit entsteht über Masse.
Unser Gegenentwurf zum Massenrecruiting
Spezialisierung bedeutet für uns Verantwortung: gegenüber Unternehmen, die auf nachhaltige Besetzungen angewiesen sind und gegenüber Kandidat:innen, deren Karrieren nicht als austauschbar betrachtet werden sollten.

In einer Zeit, in der Recruiting immer effizienter erscheinen soll, halten wir bewusst an einem Grundsatz fest:
Gute Entscheidungen entstehen nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch Verständnis.

